Schmuck mit Chalzedon

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Name

Der Name Chalzedon geht auf Chalcedon oder Calchedon (auch Chalkedon) zurück, einer antiken türkischen Hafenstadt in Bithynien (bis 74 v. Chr. ein selbständiges Königreich, danach römische Provinz), in der Nähe Istanbuls.

Die Bezeichnung „Chalzedon“ umfasst alle Varietäten der kryptokristallinen, d.h. kleinkristalligen Quarze, also eine Edelsteinfamilie, aber auch einen speziellen Edelstein dieser Gruppe. Gleichzeitig fällt eine Untergruppe dieser Familie unter diesen Begriff und vereint nur Steine einheitlicher, bläulicher bis grau-weißer Färbung.

Die mehrfarbigen Varietäten werden unter dem Oberbegriff „Achat“ zusammengefasst.

Chalzedon im Muttergestein
Türkischer Chalzedon

Chemische Zusammensetzung des Chalzedons

Der Chalzedon gehört zur selben Familie wie die Achate. Es handelt sich um kryptokristallinen Quarz, genau genommen um ein Siliziumdioxid-Mineral, das sich aus Quarz und Moganit zusammensetzt. Seine chemische Zusammensetzung wird unter SiO2 für alle Erscheinungsformen von feinkristallinem Quarz zusammengefasst.

Herkunft des Chalzedons

Der aus der Türkei stammende Blaue Chalzedon, der durch eine wunderschöne Transparenz hervorsticht, wird ohne Unterbrechung seit der Antike abgebaut und ist auch heute noch sehr gefragt. Weitere Vorkommen befinden sich in Brasilien, den USA (Kalifornien), Indien, Madagaskar, Malawi, Namibia, Sri Lanka und Simbabwe.

Geschichte des Chalzedons

Der Chalzedon war ein im Altertum sehr geschätzter Edelstein, der in der Kultur Mesopotamiens (heutiger Irak), Ägyptens und Griechenlands eine bedeutende Rolle spielte und vor allem bei den Römern sehr beliebt war, die Chalzedone als magische Amulette, Siegel, Petschafte (Stempel), Gemmen (reliefartig aus Edelsteinen herausgeschnittene Bilder) und Intaglien (vertieft in Edelsteine eingeschnittene Bilder) verwendeten und sie in Ringe, Broschen, Armreifen, Fibeln (verzierte Gewandspangen) und Halsketten fassten.

In der jüdischen, christlichen, islamischen und buddhistischen Religion ist Chalzedon ein beliebter Stein. Beispielsweise werden Buddhafiguren aus ihm hergestellt.

In der Bibel findet der Chalzedon als einer der zwölf Steine Erwähnung, die Moses auf dem Berg Gottes (Berg Sinai) überreicht wurden. Moses befolgte die Anweisung Gottes (2. Moses 28, 15-30) und setzte sie in das Brustschild Aarons (des ersten Hohepriesters und Bruders Moses) ein. Diese Steine entsprechen den zwölf Söhnen Jakobs und den von ihnen abgeleiteten zwölf Stämmen Israels. Im neuen Testament wird in der Offenbarung des Johannes (21, 19-21) eine weitere Gruppe von zwölf Edelsteinen (darunter vier Chalzedone) erwähnt, die die Grundsteine der Stadtmauer des Himmlischen Jerusalems schmücken. Diese Edelsteine werden in der Bibel direkt mit den Aposteln in Verbindung gebracht (Offenbarung 21, 14). Gemäß der Zusammenstellung von Andreas, Bischof von Caesarea und einer der frühesten Schreiber, die im 10. Jh. die Apostel symbolisch mit den zwölf Edelsteinen von Jerusalem verband, repräsentiert der Chalzedon den Apostel Andreas.

Die Beliebtheit des Chalzedons endete aber keineswegs mit der Antike, sondern reichte bis ins Mittelalter und die Renaissance. Bis heute werden Chalzedone von Edelsteinschleifern, Juwelieren und Sammlern als Edelsteine, aber auch als kunsthandwerklich zu bearbeitendes Material geschätzt.

Gruppe grüne Chalzedone
Chalzedon

Charakteristika des Chalzedons

Das wichtigste Kriterium für einen Chalzedon ist seine Farbe. Die Farbe des eigentlichen Edelsteins reicht von blau bis milchig grau. Gemeinhin ist seine Transparenz trüb durchscheinend, seine Strichfarbe weiß, sein Bruch uneben und schalig. Der Chalzedon ist nicht spaltbar und besitzt eine Mohshärte von 6,5 bis 7. Exemplare mit einer gleichmäßigen Farbverteilung, intensiven Farbtönen und einer höheren Transparenz werden als wertvoller betrachtet. In der Regel sind Chalzedone als Cabochons geschliffen und werden häufig für Schnitzereien, Gemmen und Intaglien verwendet. Cabochons lassen sich sehr einfach bewerten: man achte auf ihre Politur, ihre Form und ihre Proportionen. Bei Schnitzereien, Gemmen und Intaglien entscheidet selbstverständlich der persönliche Geschmack, doch allgemein lässt sich sagen, dass es hier auf die Feinheit der Details und die Verteilung der Farben ankommt.

Pflege des Chalzedons

Sind Chalzedone starkem Licht ausgesetzt, können sie zuweilen verblassen. Um die Qualität eines Chalzedons zu bewahren, sollte dieser Edelstein niemals starkem Licht ausgesetzt sein. Eine Dampf- oder Ultraschallreinigung dagegen ist unbedenklich.

Chalzedon-Varietäten

  • Blauer Chalzedon

    Blauer Chalzedon

  • Chrysopras

    Chrysopras - Der Chrysopras, auch bekannt unter dem Namen „Grüner Chalzedon“, ist eine Varietät des Chalzedons, die durch seine schöne grüne Farbgebung besticht.

  • Karneol

    Karneol - Karneol ist eine fleisch- bis braunrote, durchscheinende bis undurchsichtige Chalzedon-Varietät.

  • Onyx

    Onyx

  • Achat

    Achat

  • Jaspis

    Jaspis

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