Der Smaragd

Der Smaragd

Inhalt

  1. 1. Einleitung
  2. 2. Name, Herkunft und Geschichte
  3. 3. Wert und Bewertung
  4. 4. Charakteristika, Entstehung und Farbe
  5. 5. Varietäten
  6. 6. Behandlung und Pflege
  7. 7. Immitationen und Synthesen
  8. 8. Wirkung
  9. 9. Superlative
  10. 10. Fragen und Antworten
  11. 11. Weitere Edelsteine im Lexikon
  12. 12. Schmuck mit Smaragd

1. Einleitung

Smaragde gehören zu den „Großen Vier“ der Edelsteinwelt. Neben Diamant, Rubin und Saphir ist der Smaragd einer der begehrtesten und wertvollsten Edelsteine überhaupt. Für erstklassige Exemplare werden Rekordsummen erzielt und der Faszination seines grünen Feuers kann sich kein Betrachter entziehen. Der Geburtsstein des Monats Mai gehört zur Mineralfamilie der Berylle.

2. Name, Herkunft und Geschichte

Name

Der Name Smaragd geht auf das griechische Wort „smaragdos“ zurück, das „grüner Edelstein“ bedeutet. Ähnlich wie beim Rubin oder Saphir wurde dieser Name vor den wissenschaftlichen Analysen und Bestimmungen des 18. Jahrhunderts für alle grünen Edelsteine verwendet. Verwechslungen gab es mit dem grünen Saphir, der einst hauptsächlich aus dem Fernen Osten stammte, und früher als "Orientalischer Smaragd" bekannt war.

Herkunft

Die Welt der Smaragde, so wie wir sie heute kennen, setzt sich hauptsächlich aus drei Abbaugebieten zusammen: Brasilien, Kolumbien und Sambia.

Kolumbien

Die geschichtsträchtige Muzo-Mine in Kolumbien ist die berühmteste Smaragd-Mine der Welt. Muzo ist auch die älteste kolumbianische Mine, in der man schon Edelsteine förderte, noch bevor die portugiesischen Konquistadoren das Land Mitte des 16. Jahrhunderts einnahmen. Die schönsten Smaragde, die weltweit erhältlich sind, stammen zum überwiegenden Teil aus Muzo, wo etwa 50 Prozent aller Kolumbianischen Smaragde gefördert werden. Kolumbianische Smaragde sind weltweit für höchste Qualität bekannt. Sie haben eine wärmere und intensivere Farbe als Smaragde anderer Regionen. Kolumbien ist am Verkaufswert bemessen der größte Smaragd-Produzent der Welt.

Brasilien

Neben den weltbekannten Smaragdminen, die sich entlang der östlichen Kordilleren in Kolumbien erstrecken, finden sich ihre brasilianischen Gegenstücke über die zentralen und östlichen Gebiete des brasilianischen Staates verteilt. Schon im 16. und 17. Jh. waren den portugiesischen Entdeckern die Vorkommen an Smaragden dort bekannt, doch bis ins 20. Jahrhundert blieben wirtschaftlich bedeutende Funde weitgehend aus. Seit den 70er Jahren war Brasilien daran gelegen, sein Image als Zentrum für den Abbau von Smaragden auszubauen: Die Qualität dieses grünen Berylls war zwar sehr hoch, der Ertrag jedoch zu gering, um einen nennenswerten kommerziellen Einfluss zu erzielen. Die Funde, die seit den 1960ern in Itabera in Minas Gerais, Nova Era in der Nähe von Itabera, Campos Verde und nahe des Sao Francisco-Flusses in Bahia erzielt wurden, zählen zu den besten, die in Brasilien je abgebaut wurden. Heute ist Brasilien der weltweit größte Produzent von Smaragden nach Gewicht und der drittgrößte nach Wert. Aus Brasilien kommen Smaragde aller Qualitätsstufen.

Sambia

In Sambia wurde 1931 das weltweit zweitgrößte Smaragdvorkommen der Welt entdeckt, aber erst 1976 begann der großangelegte Abbau. Heute decken Exemplare aus Sambia ca. 20-30% des weltweiten Smaragdangebots. Unter künstlichem Licht kann der Sambische Smaragd blaue Farbblitze zeigen. Auf diese Weise kann er eindeutig von anderen Smaragdvarietäten unterschieden werden. Sambia-Smaragde sind im Vergleich zu Kolumbianischen Smaragden um das Drei- bis Fünffache günstiger, da ihnen noch immer deren Prestige fehlt. Sambias wichtige Smaragdquellen befinden sich im nord-zentralen Gebiet, in der Nähe des Kafubu-Flusses und etwa 28 Meilen (45 km) südwestlich von Kitwe, dem Zentrum der sehr wichtigen sambischen Provinz Copperbelt. Die Kagem-Mine ist bei weitem die größte und produktivste Smaragdmine in Sambia.

Europa und andere Fundorte

Auch in Europa gibt es Smaragdvorkommen, wie im Habachtal in der Region Pinzgau im österreichischen Bundesland Salzburg, die einige sehr schöne Exemplare hervorbrachte. Es ist die einzige wirklich bedeutende europäische Smaragdfundstelle. Die Steine aus dieser Quelle sind für ihre Qualität geradezu berühmt. Sie zeigen ein lebhaftes, intensives Grün aufgrund eines hohen Chromgehalts. Heute ist sie nicht mehr rentabel, wird aber aus touristischen Zwecken weiter offengehalten. Habachtaler Smaragde befinden sich zum Beispiel in den Kaiserlichen Kronen-Insignien in Wien.

Weitere Smaragdvorkommen finden sich in Afghanistan, Äthiopien und Simbabwe.

Geschichte

Von Kleopatra über die Konquistadoren bis heute: Die Nachfrage nach den seltenen Grüntönen hat Smaragde zu den weltweit begehrtesten und wertvollsten Edelsteinen gemacht.

Ägypten

Die Geschichte des Smaragds ist eng mit seinen Fundorten verknüpft, ihren Anfang nahm sie insbesondere in Ägypten. Die dortigen Smaragdminen der östlichen Wüstenregion, die möglicherweise bereits 3.500 Jahre v. Chr. existierten, wurden erst im Jahre 1816 von Frédéric Cailliaud, einem französischen Mineralogen und Forschungsreisenden, wiederentdeckt. Denn schon zur Zeit Alexanders des Großen hatten griechische Minenarbeiter dort Smaragde abgebaut, die Quellen gerieten dann aber aus dem Fokus. Ägypten hatte zwar beinahe ein Smaragd-Monopol inne, jedoch gab es auch damals bereits andere Quellen. Es heißt, die letzte Pharaonin Ägyptens, Kleopatra, hätte eine besondere Vorliebe für Smaragde gehabt. Sie trug üppigen Smaragdschmuck und verschenkte Smaragde an Würdenträger ihres Reiches, in die ihr Bildnis eingeschliffen war. Smaragde waren für die Ägypter mehr als nur hübsche Edelsteine – sie waren patriotische Symbole und Ausdruck ihres Stolzes auf Ägypten. Kleopatra war sich dessen bewusst und erklärte die mineralogischen Schätze des Landes um 47 v. Chr. kurzerhand zu ihrem persönlichen Eigentum.

Süd- und Mittelamerika

Auch in Süd- und Mittelamerika gibt es schon lange einen umfangreichen Handel mit Smaragden. Bald nach der Eroberung Südamerikas Mitte des 16. Jahrhunderts verdrängten in Europa dann die kolumbianischen Smaragde die ägyptischen Edelsteine.

Weitere Quellen

Auch aus weiteren Quellen sind Smaragde schon lange bekannt: Mesopotamier (im Gebiet des heutigen Irak) sollen Berichten zufolge bereits vor 4.000 Jahren Smaragde gehandelt haben. Zudem fand man römischen Ohrschmuck, der mit Smaragden aus der Mingora-Mine in Pakistans Swat-Tal besetzt war. Der Legende nach stammen die skythischen Smaragde, die Plinius in seiner „Historia Naturalis“ erwähnt, aus Russlands Uralgebirge.

Da die Smaragdvorkommen in Ägypten seit langer Zeit erschöpft sind, zählt der Kolumbianische Smaragd seit dem 16. Jahrhundert bis heute zu den begehrtesten Varietäten. Von Ägypten aus über die spanischen und portugiesischen Eroberer im 16. und 17. Jahrhundert ist der Smaragd bis heute einer der begehrtesten Edelsteine der Welt geblieben.

Auch in die Literatur zog der Smaragd ein. So wurde in Johann Wolfgang von Goethes „Die Wahlverwandschaften“ Ottilie mit einem Smaragd verglichen. Ein weiteres bekanntes Buch aus der heutigen Zeit ist „Smaragdgrün“ von Kerstin Gier, die beiden anderen Teile der Edelsteintrilogie sind mit „Rubinrot“ und „Saphirblau“ betitelt.

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3. Wert und Bewertung

Smaragde sind Edelsteine vom Typ III und besitzen somit immer Einschlüsse. Dies mindert aber nicht ihren Wert, sondern ist allgemein akzeptiert. Augenreine Smaragde sind daher besonders wertvoll, weil sie einfach in der Natur so gut wie gar nicht vorkommen. Stören markante Einschlüsse das Gesamtbild oder verringern die Transparenz stark, schlägt sich das im Preis nieder. Einige Smaragde hingegen zeigen sehr außergewöhnliche Einschlüsse, die durch die Wuchsform bedingt ist. Diese sogenannten Trapiche-Smaragde mit ihren geometrischen, einem Speichenrad ähnelndem Mustern sind extrem selten und je besser sie ausgebildet sind, desto wertvoller sind sie.

Am Verkaufswert bemessen ist Kolumbien der größte Smaragd-Produzent, gefolgt von Sambia, Brasilien, Pakistan, Afghanistan und Russland. Die wichtigsten wertbestimmenden Faktoren sind die Farbreinheit, die sich aus der Transparenz, der Klarheit und der Helligkeit zusammensetzt. Die Farbe ist wertbestimmend für Smaragde. So wurde der 18,04 ct schwere Rockefeller-Smaragd (Rockefeller Emerald) aus Kolumbien 2017 für 5.5 Millionen US-Dollar versteigert, der ebenfalls aus Kolumbien stammende Stotesbury-Smaragd mit einem Gewicht von 34,40 Karat für 996.500 US-Dollar.

Ganz generell lässt sich sagen, dass je größer und je reiner ein Smaragd ist, desto höher ist sein Preis. Smaragde kommen natürlicherweise nur in kleineren Karatgewichten und mit vielen Einschlüssen vor. Alles, was davon abweicht, schlägt sich exponentiell im Preis nieder. Kommt noch der Faktor Farbe hinzu, steigt der Preis weiter mit einem intensiven, lebendigen Grün. Wird ein besonders reiner, großer Smaragd mit hervorragender Farbe zu einem sehr günstigen Preis angeboten, ist Vorsicht geboten. Es könnte sich um synthetisch hergestelltes Material handeln. Kolumbianische Smaragde gelten als die wertvollsten. Dennoch ist die Herkunft eines Edelsteins alleine noch keine Qualitätsgarantie. Ohne Zweifel können einige Steine herausragender Qualität aus einer einzigen Mine stammen. Doch bedeutet dies nicht, dass jeder einzelne Smaragd dieser Herkunft dieses Qualitätsniveau besitzt. So werden manche Herkünfte von Edelsteinen überbewertet. Sambia kann genauso gute Exemplare vorweisen wie Kolumbien, diese können sogar noch einen viel tieferen Grünton zeigen. Unterscheiden lassen sich die beiden durch folgende Farbverteilung: Kolumbianische Smaragde haben ein klares Innere mit der Farbkonzentration an den Kristallrändern, sambische sind dagegen „durchgefärbt“.

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4. Charakteristika, Entstehung und Farbe

Charakteristika

Der Smaragd gehört zur Mineralfamilie der Berylle (abgeleitet vom altgriechischen Wort „beryllos“, für blau-grüner Stein), die wegen ihrer hoch geschätzten Edelsteinvarietäten gemeinhin als „Mutter der Edelsteine“ bekannt ist. Außer dem grünen Smaragd gehören der blaue Aquamarin, der rosa- bis pfirsichfarbene Morganit, der rote Bixbit und der gelbe Heliodor zur Familie der Berylle. Reiner Beryll wie der Goshenit ist farblos. bzw. weiß.

Will man beim Smaragd „Größe“, muss oft auf „Farbe“ verzichtet werden. Um eine gute Farbe zu haben, muss man oft auf die Reinheit verzichten. Gute Farbe und hohe Reinheit sind also oft ein Widerspruch bei Smaragden. Smaragde haben eine Mohshärte von 7,5 und sind damit absolut alltagstauglich, sollten jedoch wie jeder natürliche Edelstein trotzdem mit Vorsicht behandelt werden.

Entstehung

Smaragd in MuttergesteinSmaragd in Muttergestein

Die häufigste Form eines Smaragdkristalls ist ein längliches, sechsseitiges Prisma. Smaragde bilden sich, wenn Beryllium, Aluminium, Silizium, Sauerstoff und eines oder mehrere der Spurenelemente, die seine charakteristische grüne Farbe verursachen, in der geeigneten geologischen Umgebung zusammentreffen. Die meisten Smaragde werden aus metamorphem Gestein abgebaut, wo sich Pegmatite mit Schiefer überschneiden, wie zum Beispiel in Brasilien. Smaragde wachsen langsam in diesem metamorphen Gestein (Gestein, das durch große Hitze oder großen Druck physikalischen Veränderungen ausgeliefert war), was ihre natürliche Größe begrenzt und bedingt, dass Smaragde oft in Gesteinen eingewachsen sind. Smaragde werden also zumeist mit kleineren Karatgewichten gefunden und die raue Umgebung in Kombination mit Spuren von Chrom und Vanadium aus dem umliegenden Gestein sorgt für die charakteristischen Einschlüsse. Dies sind kleine Verunreinigungen der Kristalle durch andere Minerale, Nadeln und Wachstumsröhren. Bei Smaragden liegen solche Einschlüsse also in der Natur der Sache und stellen eine typische Charaktereigenschaft dar. Sie sind unbedingt als Schönheitsfleck und nicht als Makel zu betrachten. In Edelstein-Fachkreisen wird ein solcher Einschluss als zierliches Gewächs in einem grünen Garten angesehen und daher als „Jardin“ (französisch für „Garten“) bezeichnet. Beeinflusst durch die Farbe, den Schliff und die Reinheit wird das „Leuchten“ eines Smaragds oft als seidig, warm, weich, glühend oder als „grünes Feuer“ (engl. „Green Fire“) beschrieben. Reinere große Smaragde sind schon allein wegen ihres geologischen Seltenheitswerts mehr wert. Der Smaragd ist ein Beispiel für den Edelstein-Typ III: Er besitzt zahlreiche Einschlüsse, die in der Regel auch mit bloßem Auge sichtbar sind.

Farbe

Smaragde sind allochromatische Edelsteine, das heißt, ihrem Kristallgitter sind Spuren der Elemente Chrom, Eisen und Vanadium angelagert, die aber nicht fester Bestandteil dessen sind. Durch sie erhält der Smaragd seine Farbe. Und durch ihre jeweilige Konzentration wird eine außergewöhnlich schöne Farbpalette von Pastell- bis Tiefgrün mit unterschiedlichen Schattierungen von Blau, Braun, Grau und Gelb hervorgerufen.

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5. Varietäten

  • Bahia-Smaragd Bahia-Smaragd
  • Brasilianischer Smaragd Brasilianischer Smaragd
  • Kolumbianischer Smaragd Kolumbianischer Smaragd
  • La Pita-Smaragd La Pita-Smaragd
  • Nova Era-Smaragd Nova Era-Smaragd
  • Panjshir-Smaragd Panjshir-Smaragd
  • Russischer Smaragd Russischer Smaragd
  • Sambia-Smaragd Sambia-Smaragd
  • Sao Francisco-Smaragd Sao Francisco-Smaragd
  • Transvaal-Smaragd Transvaal-Smaragd
  • Socoto-Smaragd Socoto-Smaragd
  • Trapiche-Smaragd Trapiche-Smaragd

Bahia-Smaragd

Diese Smaragde sind nach der Bahia-Region in Brasilien benannt, in der sie seit ca. 1963 abgebaut werden. [ weiterlesen ]

Bahia-Smaragd

La Pita-Smaragd

Diese Smaragde stammen aus La Pita, Municipal de Maripi in Kolumbien und zeigen feine Qualitäten. [ weiterlesen ]

La Pita-Smaragd

Nova Era-Smaragd

Der Nova Era-Smaragd stammt aus der Region Nova Era im brasilianischen Minas Gerais. [ weiterlesen ]

Nova Era-Smaragd

Panjshir-Smaragd

Diese Smaragde stammen aus dem Panjshir-Tal Tal in Nordzentral-Afghanistan, 150 km nordöstlich von Kabul. [ weiterlesen ]

Panjshir-Smaragd

Transvaal-Smaragd

Der Transvaal-Smaragd stammt aus der Gravelotte-Mine, Cobra Pit, in der Provinz Limpopo. [ weiterlesen ]

Transvaal-Smaragd

Trapiche-Smaragd

Trapiche-Smaragde sind Kristalle mit feinfaserigen Einschlüssen aus Kohlenstoff, die sich von einem hexagonalen Kern radial ausbreiten, um dann ein sechsspeichiges Muster zu bilden. [ weiterlesen ]

Trapiche-Smaragd
Bahia-Smaragd

Bahia-Smaragd

Diese Smaragde sind nach der Bahia-Region in Brasilien benannt, in der sie seit ca. 1963 abgebaut werden. Sie kommen aus Lagerstätten, die sich entlang des Sao Francisco-Flusses erstrecken, zwischen den Städten Xique-Xique und Remanso. Bahia-Smaragde zeigen wundervolle tiefgrüne Farben mit leicht bläulichen Nuancen, die an Smaragde aus Kolumbien erinnern. Die Tatsache, dass diese helleren Grüntöne der brasilianischen Smaragde mit leichter sekundärer Blau-Note so beliebt sind, bedeutet auch, dass die Nachfrage größer ist als der erzielte Ertrag. Viele Minen sind bereits versiegt. Ihr Profil: Feines Grün bei guter Reinheit, Brillanz und Feuer. Mittelpreisig verglichen mit Nova Era- und Socoto-Smaragden. Sehr geringe Produktion mit Trend zu steigenden Preisen für gute Qualität.

Brasilianischer Smaragd

Brasilianischer Smaragd

Aus Brasilien stammen äußerst viele der im Handel erhältlichen Smaragde. Sie werden in mehreren Bundesstaaten innerhalb des riesigen Landes gefunden, insbesondere in den Bundesstaaten Ceará, Bahia, Goiás und Minas Gerais. Es gibt keine zwei Standorte mit exakt gleicher geologischer Umgebung und mineralogischer Beschaffenheit. Daher sind brasilianische Smaragde schwer zu kategorisieren, wie dies beim sambischen und kolumbianischen Smaragd möglich ist. Stattdessen werden die Hauptproduktionsgebiete separat bewertet. Obwohl die Smaragdvorkommen lokal schon vor über tausend Jahren bekannt waren, begannen Prospektoren erst nach der Entdeckung von Smaragden in Kolumbien durch die spanischen Konquistadoren in den 1530er Jahren, den gesamten südamerikanischen Kontinent ernsthaft zu erkunden. Obwohl gelegentlich Funde gemacht wurden, dauerte es über 400 Jahre bis zum großen Durchbruch. 1963 wurde in den Minen von Salinas im Bundesstaat Bahia zum ersten Mal in Brasilien kommerziell Smaragd abgebaut.

Der Bundesstaat Bahia liegt im Nordosten Brasiliens. Smaragde werden hier an verschiedenen Orten gefunden: Der erste große Fund war 1963 bei Carnaiba, das etwa 250 Meilen nordwestlich von Bahias Hauptstadt Salvador liegt. Bis 1969 wurde berichtet, dass über 6000 Bergleute (lokal Garimpo genannt) dorthin gekommen waren. Als der Ertrag der Carnaiba-Lagerstätten in den 1980er Jahren zu sinken begann, zogen viele Bergleute weiter zu einem neuen Fund 30 Meilen nordöstlich bei Socoto. Socoto-Smaragde sind verhältnismäßig groß (Exemplare mit über 10 Karat sind möglich), mit in der Regel vielen Einschlüssen. In Bahia und Socoto wird unter Tage abgebaut mit Stollen von einer Tiefe von ca. 100 Metern. In der Tiefe fächern sich dann Tunnel in verschiedene Richtungen auf, wobei sich einige Stollen über 250 Meter weit erstrecken.

Kolumbianischer Smaragd

Kolumbianischer Smaragd

Die geschichtsträchtige Muzo-Mine in Kolumbien ist die der berühmtesten Smaragd-Mine der Welt. Muzo ist auch die älteste kolumbianische Mine, in der man schon Edelsteine förderte, noch bevor die portugiesischen Konquistadoren das Land Mitte des 16. Jahrhunderts einnahmen. Die schönsten Smaragde, die weltweit erhältlich sind, stammen zum überwiegenden Teil aus Muzo, wo etwa 50 Prozent aller Kolumbianischen Smaragde gefördert werden. Smaragde aus Kolumbien stammen aus dem östlichen Bereich der Anden. Im Gegensatz zu den brasilianischen und afrikanischen Quellen ist hier Sedimentgestein vorherrschend und die Smaragde sind mit hydrothermalen Adern verbunden. Während der Andenbildung falteten sich die Sedimentschichten auf, brachen und bildeten Verwerfungslinien. Einige dieser Verwerfungslinien boten Wege für heiße, mineralreiche Fluide, die durch die Gesteinsschichten aufstiegen. Die mineralreichen Flüssigkeiten wechselten mit den Sedimentgesteinen und es entstanden Smaragdkristalle. Kolumbianische Smaragde sind für höchste Qualität bekannt. Sie haben eine wärmere und intensive reine grüne Farbe als Smaragde anderer Regionen. Tiefgrüne Smaragde kommen selten in der Natur vor, daher sind sie sehr wertvoll und begehrt.

La Pita-Smaragd

La Pita-Smaragd

Diese Smaragde stammen aus La Pita, Municipal de Maripi in Kolumbien und zeigen feine Qualitäten. La Pita ist eine der größten Smaragdminen in Kolumbien. (Muzo). La Pita hat zeitweise mehr als 80% der kolumbianischen Smaragdproduktion hervorgebracht.

Nova Era-Smaragd

Nova Era-Smaragd

Der Nova Era-Smaragd stammt aus der Region Nova Era im brasilianischen Minas Gerais. Als klassische Schönheit in Mittel- bis Tiefgrün ähnelt er dem Kolumbianischen Smaragd. Nova Era wurde 1978 entdeckt und ist derzeit eine der Hauptquelle Brasiliens für Smaragde.

Er zeigt ein feines Grün bei guter Reinheit, Brillanz und Feuer. Er ist seltener zu bekommen als Bahia-Smaragd, daher auch etwas höher im Preis.

Panjshir-Smaragd

Panjshir-Smaragd

Diese Smaragde stammen aus dem Panjshir-Tal Tal in Nordzentral-Afghanistan, 150 km nordöstlich von Kabul, im Hindukusch-Gebiet, entlang der Ausläufer des Himalaya-Gebirges. Die Minen liegen auf bis zu 5000m ü. NN und sind seit Tausenden von Jahren bekannt, allerdings ist der Ertrag aufgrund der beschwerlichen Bergung äußerst gering. Andere Schreibweisen sind Pandschschir oder auch Painshir. Panjshir-Smaragde zeige eine intensive Farbe, ähnlich den Kolumbianischen Smaragden.

Russischer Smaragd

Russischer Smaragd

Dieser Smaragd stammt aus dem Uralgebirge, Exemplare von dort sind seit fast 2 Jahrhunderten bekannt und ihre Qualität ist weltberühmt. Lange Zeit waren kaum Exemplare am Markt erhältlich, die Quellen gelten als erschöpft. Der Legende nach fand der Bauer Maxim Stefanovitch Koshevnikov ihn 1839 nach einem Sturm unter einem entwurzelten Baum in der Nähe des Tokovaya-Flusses bei Ekaterinburg. Andere Quellen berichten, dass er schon viel früher bekannt war und zum Beispiel die skythischen Smaragde, die von Plinius dem Älteren in der „Historia Naturalis“ erwähnt werden, aus dem Ural stammen. Die größte und bekannteste Quelle für Russischen Smaragd ist die 1833 in der Nähe der Stadt Malysheva entdeckte Mariinsky (St. Marien)-Mine. Nach Verstaatlichung nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Abbau eingestellt, da Malysheva zur militärischen Sicherheitszone erklärt wurde.

Sambia-Smaragd

Sambia-Smaragd

In Sambia wurde 1931 das weltweit zweitgrößte Smaragdvorkommen entdeckt, aber erst 1976 begann der großangelegte Abbau. Sambia-Smaragde sind in der Regel noch farbsatter und reiner als Kolumbianische Smaragde. Das Besondere ist seine Transparenz und seine Reinheit. Heute decken Exemplare aus Sambia ca. 20-30% des weltweiten Smaragdangebots. Unter künstlichem Licht kann der Sambische Smaragd blaue Farbblitze zeigen. Auf diese Weise kann er eindeutig von anderen Smaragdarten unterschieden werden. Zudem ist der Sambia-Smaragd weniger porös als andere Smaragde. Sambia- Smaragde sind im Vergleich zu Kolumbianischen Smaragden um das Drei- bis Fünffache günstiger, da ihnen noch immer deren Prestige fehlt.

Sambias wichtige Smaragdquellen befinden sich im nord-zentralen Gebiet, in der Nähe des Kafubu-Flusses und etwa 28 Meilen (45 km) südwestlich von Kitwe, dem Zentrum der sehr wichtigen sambischen Provinz Copperbelt. Die Kagem-Mine, die von Gemfields betrieben wird, ist bei weitem die größte und produktivste Smaragdmine in Sambia.

Sao Francisco-Smaragd

Sao Francisco-Smaragd

Seinen Namen verdankt dieser Edelstein seinem Fundort, dem Sao Francisco-Strom im Abschnitt zwischen den Bundesstaaten Minas Gerais und Bahia in Brasilien. Er entstammt der gleichnamigen Sao Francisco-Mine. Er wurde erstmals um 1600 entdeckt; abgebaut wird dieser seltene Edelstein aber erst seit kurzem wieder. Er gehört schon seit jeher zu den meistgeschätzten Smaragden, die auf brasilianischem Boden gefunden wurden. Der Sao Francisco-Smaragd zeichnet sich durch ein sehr ausgeprägtes Grün aus, das sofort ins Auge sticht und ein wunderschönes inneres Leuchten besitzt. Hervorgerufen wird diese Strahlkraft durch eine hohe Konzentration an Vanadium.

Transvaal-Smaragd

Transvaal-Smaragd

Der Transvaal-Smaragd stammt aus der Gravelotte-Mine, Cobra Pit, in der Provinz Limpopo. Dies liegt in der Transvaal-Region im Nordosten Südafrikas. Die Edelsteine werden unter großem materiellem Einsatz gewonnen und bringen nur wenig hochwertige Exemplare hervor (nur ca. 5%).

Socoto-Smaragd

Socoto-Smaragd

Dieser Smaragd stammt aus der Socoto-Mine in Campo Formoso, Bahia, Brasilien in Südamerika. Der Fokus beim Socoto-Smaragd liegt auf der Farbe, ein sattes, tiefes Grün und weniger auf seiner Reinheit oder Feuer. Im Vergleich ist er günstiger als der Bahia- oder Nova Era-Smaragd. Der üblicherweise im Handel erhältliche Socoto-Smaragd ist verhältnismäßig dunkel mit vielen Einschlüssen.

Trapiche-Smaragd

Trapiche-Smaragd

Trapiche-Smaragde sind Kristalle mit feinfaserigen Einschlüssen aus Kohlenstoff, die sich von einem hexagonalen Kern radial ausbreiten, um dann ein sechsspeichiges Muster zu bilden. Das Verblüffende an dem Trapiche-Smaragd ist, dass er von Beginn an in einer hexagonalen Form wächst und nicht erst durch einen Edelsteinschleifer in diese Gestalt gebracht wird. Der Name ist auf das spanische Wort für Speichenrad zurückzuführen, das in Mühlen eingesetzt wurde, um Zuckerrohr zu mahlen.

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6. Behandlung und Pflege

Smaragde sollten nicht mit Dampf oder mittels Ultraschalls gereinigt werden. Auch sollten sie keinen großen Temperaturschocks und keiner großen Hitze ausgesetzt werden. Die meisten Smaragde im Handel sind mit farblosen Ölen behandelt, daher ist es ratsam, regelmäßig zu überprüfen, ob die Edelsteine mit Ölen nachbehandelt werden müssen. Dies sollte von einem Fachmann erfolgen.

Smaragd (Smaragd)

Behandlung Füllen von Rissen mit farblosen Ölen, Kunststoffen, Wachsen oder Harzen und/oder Füllen von Hohlräumen und Brüchen mit gehärtetem Harz; in seltenen Fällen gefärbt Erklärung Zur Verbesserung des Aussehens und des Einschlussbildes; farblose Öle, Kunststoffe, Wachse und Harze werden für gewöhnlich angewandt; Füllen von Brüchen und Hohlräumen mit Kunstharz wird für gewöhnlich angewandt; Färben wird zur Verbesserung der Farbe angewandt Pflegehinweise Füllungen können durch Hitze oder Chemikalien beschädigt werden; keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen Dampfreinigung nein Ultraschallreinigung nein

Smaragd (Tansania-Smaragd)

Behandlung keine Erklärung Nicht verfügbar Pflegehinweise keine Dampfreinigung nein Ultraschallreinigung nein

Smaragd (AAA-Brasilianischer Smaragd, AAA-Sambia-Smaragd, Brasilianischer Smaragd, Fernao Dias-Smaragd, Kolumbianischer Smaragd, Nova Era-Smaragd, Sambia-Smaragd)

Behandlung Füllen von Rissen mit farblosen Ölen und/oder Kunststoffen, Wachsen oder Harzen und/oder Füllen von Hohlräumen und Brüchen mit gehärtetem Harz Erklärung Zur Verbesserung des Aussehens und des Einschlussbildes; farblose Öle, Kunststoffe, Wachse und Harze werden für gewöhnlich angewandt; Füllen von Brüchen und Hohlräumen mit Kunstharz wird für gewöhnlich angewandt Pflegehinweise Füllungen können durch Hitze oder Chemikalien beschädigt werden; keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen Dampfreinigung nein Ultraschallreinigung nein

Smaragd (AAA Russischer Smaragd, AAA-Kolumbianischer Smaragd, Bahia-Smaragd, Kagem-Smaragd, Sao Francisco-Smaragd, Socoto-Smaragd, Transvaal-Smaragd, Äthiopischer Smaragd)

Behandlung Füllen von Rissen mit farblosen Ölen Erklärung Die farblosen Öle werden zur Verbesserung des Aussehens und des Einschlussbildes verwendet Pflegehinweise Füllungen können durch Hitze oder Chemikalien beschädigt werden; keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen Dampfreinigung nein Ultraschallreinigung nein

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7. Immitationen und Synthesen

Wird ein besonders reiner, großer Smaragd mit hervorragender Farbe zu einem sehr günstigen Preis angeboten, sollte man beim Kauf misstrauisch werden. Denn wie fast alle Edelsteine können auch Smaragde im Labor synthetisch hergestellt werden. Bereits 1935 wurde bei der I.G. Farben in Bitterfeld der erste Smaragd unter dem Namen Igmerald (Symbiose aus dem Firmennamen und dem englischen Begriff Emerald für Smaragd) synthetisch erzeugt.

Neben dem bereits erwähnten Orientalischem Smaragd, der eigentlich ein Saphir ist, gibt es noch weitere irreführende Namen. So wird der qrüne Quarz (auch Prasem) fälschlicherweise als Smaragdquarz oder Smaragdmutter bezeichnet. Grüner Fluorit wird auch unter dem Namen Afrikanischer Smaragd, der Prehnit unter Kap-Smaragd und grüner Turmalin unter Emeraldit verkauft. Grund hierfür ist der in der Regel höhere Wert eines echten Smaragds.

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8. Wirkung

Der Smaragd ist seit der Antike als Heilstein bekannt und seit der ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Plinius sah den Nutzen des Smaragds außerdem darin, dass er überanstrengten Augen Linderung verschafft.

In den Veden, eine zunächst mündlich überlieferte, später verschriftete Sammlung religiöser Texte im Hinduismus, wird über den wertvollen grünen Edelstein gesagt: „Smaragde versprechen viel Glück“ und „sie fördern Wohlbefinden.“ Es ist also kein großes Wunder, dass die Schatztruhen der indischen Maharadschas und Maharanis mit wunderbaren Smaragden gefüllt waren.

Anderen Quellen zufolge dienst er der Neuorientierung in Lebenskrisen und fördert die Zielstrebigkeit. Die Stärkung von Freundschaften, Partnerschaften und Liebenden stehen auch auf der Liste seiner Wirkungen. Hildegard von Bingen nennt den Smaragd einen „Universal-Heilstein" und schreibt „… Aus diesem Grund ist der Smaragd ein gutes Mittel gegen alle Gebrechen und Krankheiten des Menschen, weil die Sonne ihn gebiert und weil seine gesamte Substanz aus der Grüne der Luft stammt.“

Wissenschaftlich belegt sind diese Zuschreibungen nicht. Für steinheilkundliche Anwendungen wie Massagen, Auflegesteine und ähnlichem werden zumeist günstige Smaragde mit Matrix verwendet, da facettierte Smaragde in Edelsteinqualität zu teuer und zu klein sind.

Auch als Wasserstein kommt der Smaragd zur Anwendung. Smaragd ist ein Stein des Herzchakras und wird dem Sternzeichen Krebs zugeordnet, für den er ein Sinnbild der Hoffnung darstellt. Der Smaragd ist der offizielle Geburtsstein des Monats Mai und wird traditionell zum 20. und 35. Hochzeitstag verschenkt.

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9. Superlative

Der größte bearbeitete Smaragd der Welt ist in der Wiener Hofburg ausgestellt. Aus dem Smaragd aus der kolumbianischen Muzo-Mine wurde im 17. Jahrhundert eine Schale mit Deckel gefertigt. Der Löwen-Smaragd wurde 2018 in Sambia entdeckt und bringt über 5500 Karat oder 1,1 Kilo auf die Waage. Der teuerste je verkaufte Smaragd ist der 18,04 ct schwere Rockefeller-Smaragd (Rockefeller Emerald) aus Kolumbien, der 2017 für 5.5 Mio US-Dollar versteigert wurde. Der ebenfalls aus Kolumbien stammende Stotesbury-Smaragd mit einem Gewicht von 34,40 Karat erzielte 996.500 US-Dollar.

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10. Fragen und Antworten

Was für eine Farbe hat ein Smaragd?

Smaragde sind die grüne Varietät des Minerals Beryll. Weitere Vertreter der Beryll-Familie sind Aquamarin, Morganit und Heliodor. Smaragde sind allochromatische Edelsteine, ihrem Kristallgitter sind Spuren der Elemente Chrom, Eisen und Vanadium angelagert. Durch sie erhält der Smaragd seine Farbe. Durch die jeweilige Konzentration wird eine außergewöhnlich schöne Farbpalette von Pastell- bis Tiefgrün mit unterschiedlichen Schattierungen von Blau, Braun, Grau und Gelb hervorgerufen.

Wie viel kostet ein Smaragd?

Smaragde zählen zu den wertvollsten Edelsteinen und gehören zu den „Großen Vier“ der Edelsteinwelt. Der Preis eines Smaragds variiert von wenigen bis zu Tausenden von Euro pro Karat und kann die eines Diamanten weit übersteigen. Entscheidend ist seine Farbe, seine Reinheit (Jardin, Einschlüsse) und der Schliff. Darüber hinaus erzielen Smaragde bestimmter Regionen besonders hohe Preise, wie der Kolumbianische Smaragd.

Was gehört neben dem Rubin, Smaragd und Saphir zu den wertvollsten Edelsteinen der Welt?

Zu den „Großen Vier“ der Edelsteinwelt gehören neben Rubin, Smaragd und Saphir auch der Diamant. Diese erzielen bei entsprechender Qualität Höchstpreise, aber auch andere Edelsteine wie Aquamarin, Tansanit, Turmalin, Morganit, Demantoid und Kunzit können hohe Preise aufrufen.

Sind alle Rubine, Saphire, Smaragde und Diamanten für eine Wertsteigerung geeignet?

Für eine Wertsteigerung von Edelsteinen spielen Parameter wie Größe (Karatgewicht), Reinheit, Farbe und Schliff eine ausschlaggebende Rolle. Auch die Herkunft kann insbesondere für Sammler interessant sein. Eine Investition lohnt sich in erster Linie in besonders gute Qualitäten, denn jeder Edelstein kommt natürlicherweise in unterschiedlichen Qualitäten vor. Edelsteine aus erschöpften Fundstellen oder generell selten vorkommende Edelsteine können sich ebenfalls für eine Investition eignen.

Ist ein Smaragd teurer als ein Diamant?

Smaragde können pro Karat deutlich teurer als Diamanten sein. Hochwertige Smaragde mit hervorragender Farbe, gutem Schliff und ausdrucksstarkem Jardin (Reinheit, Einschlüsse) erzielen Höchstpreise. Auch der Fundort kann eine Rolle spielen, Kolumbianische Smaragde aus Muzo sind besonders begehrt.

Wie viel ist ein 1 Karat Smaragd wert?

Der Preis eines Smaragds variiert von wenigen bis zu Tausenden von Euro pro Karat. Entscheidend ist seine Farbe, seine Reinheit (Jardin, Einschlüsse) und der Schliff. Darüber hinaus erzielen Smaragde bestimmter Regionen besonders hohe Preise, wie der Kolumbianische Smaragd. Der Preis steigt bei gleicher Qualität mit dem Karatgewicht.

Wodurch wird der Preis von Smaragd als Geldanlage bestimmt?

Der Preis von Smaragden richtet sich nach den Vier C: Color (Farbe), Carat weight (Karatgewicht), Cut (Schliff) und Clarity (Reinheit). Als 5. C kann man noch die Herkunft (Country) nennen, da Smaragde aus Kolumbien in der Regel teurer gehandelt werden als aus anderen Gebieten.

Was ist der Beste, Kolumbianischer oder Sambischer Smaragd?

Es gibt sowohl in Kolumbien als auch in Sambia sehr hochwertige Exemplare. Unter künstlichem Licht kann der Sambische Smaragd blaue Farbblitze zeigen. Auf diese Weise kann er eindeutig von anderen Smaragdvarietäten unterschieden werden. Sambia-Smaragde sind im Vergleich zu Kolumbianischen Smaragden um das Drei- bis Fünffache günstiger, da ihnen noch immer deren Prestige fehlt. Ihr Abbau erfolgte erst seit den 70er Jahren in nennenswertem Umfang.

Warum sind sambische Smaragde so günstig?

Den Smaragden aus Sambia gfehlt noch immer das Prestige und Renommee des Kolumbianischen Smaragds. Herausragende Farben und Qualitäten sind an beiden Fundorten zu finden. Sambia-Smaragde sind im Vergleich zu Kolumbianischen Smaragden teilweise um das Drei- bis Fünffache günstiger.

Was ist ein Smaragd der Klasse AAA?

Mit dem Prädikat AAA wird in der Edelsteinwelt die beste Qualität einer Edelsteinvarietät bezeichnet. Vornehmlich werden Farbe, Reinheit, Schliff und Größe bewertet. Edelsteinvarietäten sind oft nur schwer miteinander vergleichbar, so wird auch ein AAA-Smaragd in jedem Fall Einschlüsse aufweisen, ein AAA-Aquamarin augenrein sein. Dies liegt darin begründet, dass Smaragde natürlichweise immer Einschlüsse haben, Aquamarine hingegen sehr rein sein können. Ein AAA-Smaragd zeichnet sich insbesondere durch eine intensive Farbe aus.

Worauf kommt es beim Kauf eines Smaragds an?

Ungefähr 50% des Wertes eines Edelsteins wird durch seine Farbe bestimmt. Auch beim Smaragd spielt die Farbe eine zentrale Rolle. Da Smaragde natürlicherweise nur mit Einschlüssen vorkommen, sollte man auf ein ansprechendes Bild achten, Einschlüsse sind kein Makel, aber der Stein muss trotzdem gefallen. Die Größe ist relativ zu betrachten, Russische Smaragde sind in der Regel kleiner, größere Exemplare extrem selten. Insofern spielt auch hier die Herkunft eine Rolle. Schließlich muss auch der Schliff ansprechend und dem Stein angepasst sein.

Was sind die spirituellen Vorteile von Smaragd?

Der Smaragd ist seit der Antike als Heilstein bekannt und seit der ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Anderen Quellen zufolge dienst er der Neuorientierung in Lebenskrisen und fördert die Zielstrebigkeit. Die Stärkung von Freundschaften, Partnerschaften und Liebenden stehen auch auf der Liste seiner Wirkungen. Wissenschaftlich belegt sind diese Zuschreibungen nicht.

Zu welchem Monat gehört der Geburtsstein Smaragd?

Der Smaragd ist der offizielle Geburtsstein des Monats Mai und wird traditionell zum 20. und 35. Hochzeitstag verschenkt. Smaragd ist ein Stein des Herzchakras und wird dem Sternzeichen Krebs zugeordnet, für den er ein Sinnbild der Hoffnung darstellt.

Wird dem Smaragd ein Monat oder ein Sternzeichen zugeschrieben?

Der Smaragd ist der offizielle Geburtsstein des Monats Mai und wird traditionell zum 20. und 35. Hochzeitstag verschenkt. Smaragd ist ein Stein des Herzchakras und wird dem Sternzeichen Krebs zugeordnet, für den er ein Sinnbild der Hoffnung darstellt.

Welche Symbolik wird Smaragden zugeschrieben?

Smaragde stehen für Wohlbefinden und Glück und werden seit der Antike als Heilsteine genutzt. Seit der ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Er soll die Neuorientierung in Lebenskrisen und Zielstrebigkeit befördern. Die Stärkung von Freundschaften, Partnerschaften und Liebenden stehen auch auf der Liste seiner Wirkungen, die wissenschaftlich nicht belegt sind.

Wo findet man Smaragde?

Smaragde werden an einigen Orten dieser Welt gefunden. Besonders bekannt sind die Fundorte in Südamerika, insbesondere Brasilien und Kolumbien. Sambia rückt seit den 70er Jahren immer weiter in den Fokus, auch von hier stammen hervorragende Exemplare. Russische Smaragde stehen ebenfalls hoch im Kurs, ihre Quellen sind jedoch mehr oder weniger versiegt. Auch in Europa lassen sich Smaragde finden (Habachtal, Norwegen).

Wie erkennt man einen echten Smaragd?

Wird ein besonders reiner, großer Smaragd mit hervorragender Farbe zu einem sehr günstigen Preis angeboten, sollte man beim Kauf misstrauisch werden. Denn wie fast alle Edelsteine können auch Smaragde im Labor synthetisch hergestellt werden. Die charakteristischen Einschlüsse machen einen echten Smaragd aus.

Wie reinigt man einen Smaragd?

Smaragde sollten nicht mit Dampf oder mittels Ultraschalls gereinigt werden. Auch sollten sie keinen großen Temperaturschocks und keiner großen Hitze ausgesetzt werden. Die meisten Smaragde im Handel sind mit farblosen Ölen behandelt, daher ist es ratsam, regelmäßig zu überprüfen, ob die Edelsteine mit Ölen nachbehandelt werden müssen. Dies sollte von einem Fachmann erfolgen.

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