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Der Smaragd

Der Smaragd

Der Geburtsstein des Monats Mai – der Smaragd – blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Edelstein, der wie der Aquamarin zur Mineralfamilie Beryll gehört, war schon zur Zeit der ägyptischen Pharaonen ein beliebtes Statussymbol.
Sambischer Smaragd

Sambischer Smaragd

Name

Smaragd

Smaragd

Der Name „Smaragd“ geht auf das griechische Wort „smaragdos“ zurück, welches „grüner Edelstein“ bedeutet. Ähnlich wie beim Rubin oder Saphir wurde dieser Name vor den wissenschaftlichen Fortschritten des 18. Jahrhunderts für alle grünen Edelsteine verwendet.

Chemische Zusammensetzung des Smaragds

Der Smaragd gehört zur Mineralfamilie der Berylle (abgeleitet vom altgriechischen Wort „beryllos“, ein blau-grüner Stein), die wegen ihrer hoch geschätzten Edelsteinvarietäten gemeinhin als „Mutter der Edelsteine“ bekannt ist. Außer den smaragdgrünen gehören auch aquamarinblaue, bixbitrote, goshenitweiße (farblose), heliodorgelbe und morganitrosafarbene Edelsteine zu den Beryllen. Der Smaragd erhält seine Farbe durch Spuren von Chrom, Vanadium und Eisen, die durch ihre jeweilige Konzentration eine außergewöhnlich schöne Farbpalette von Pastell- bis Tiefgrün mit unterschiedlichen Schattierungen von Blau, Braun, Grau und Gelb hervorrufen.

Kolumbianischer Smaragd - Edelsteine bei Juwelo

Herkunft der Smaragde

Da die Smaragdvorkommen in Ägypten seit langer Zeit erschöpft sind, ist der Kolumbianische Smaragd – die Beute der berüchtigten Eroberer Hernán Cortés (der 1519 gegen die Azteken ins Feld zog) und Francisco Pizarro (der 1526 gegen die Inkas kämpfte) – seit dem 16. Jahrhundert eine begehrte Varietät. 1931 wurde das weltweit zweitgrößte Smaragdvorkommen in Sambia entdeckt, Edelsteine aus dieser Quelle sind für ihre Qualität berühmt. Andere Smaragdvorkommen befinden sich in Afghanistan, Brasilien, Pakistan, Russland (Ural) und Simbabwe.

Geschichte des Smaragds

Die Geschichte dieses Edelsteins beginnt in Ägypten: Die Smaragdminen in der östlichen Wüstenregion, die möglicherweise bereits 3.500 Jahre v. Chr. existierten, wurden erst im Jahre 1816 von Frédéric Cailliaud, einem französischen Mineralogen und Forschungsreisenden, wiederentdeckt. Schon zur Zeit Alexanders des Großen hatten griechische Minenarbeiter dort Smaragde abgebaut. Zwar hatte Ägypten beinahe ein Smaragd-Monopol inne, jedoch gab es auch andere Quellen. Die Habachtal-Region im österreichischen Bundesland Salzburg brachte das eine oder andere Smaragd-Juwel hervor, zudem fand man römischen Ohrschmuck, der mit Smaragden aus der Mingora-Mine in Pakistans Swat-Tal besetzt war. Der Legende nach stammen die skythischen Smaragde, die Plinius in seiner „Historia Naturalis“ erwähnt, aus Russlands Uralgebirge.

Die letzte Pharaonin Ägyptens, Kleopatra, hatte eine Vorliebe für Smaragde. Sie trug üppigen Smaragdschmuck, dekorierte Zierelemente mit ihnen und verschenkte Smaragde, in die ihr Bildnis eingeschliffen war, an Würdenträger ihres Reiches. Smaragde waren für die Ägypter mehr als nur hübsche Edelsteine – sie waren patriotische Symbole für nationalen Stolz. Kleopatra war sich dessen bewusst, daher erklärte sie die mineralogischen Schätze des Landes um 47 v. Chr. kurzerhand zu ihrem Eigentum. Seit der Ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Plinius sah den Nutzen des Smaragds außerdem darin, dass er überanstrengten Augen Linderung verschafft.

Nova Era-Smaragd

Nova Era-Smaragd

Charakteristika des Smaragds

Sichtbare Einschlüsse gelten üblicherweise als typischer Fingerabdruck des Smaragds. Die charakteristischen „Schönheitsflecken“ entstehen, da Smaragde langsam in metamorphem Gestein heranwachsen, wodurch sich oftmals Beifügungen wie kleine Blasen oder Kristalle bilden. In Edelstein-Fachkreisen wird ein solcher Einschluss als zierliches Gewächs in einem grünen Garten angesehen und daher als „Jardin“ (französisch für „Garten“) bezeichnet. Die raue Umgebung in Kombination mit Spuren von Chrom und Vanadium bietet die „besten“ Voraussetzungen für Einschlüsse.

Ein weiteres Charakteristikum des Edelsteins ist seine einzigartige Brillanz. Das „Leuchten“ eines Smaragds wird oft als „seidig“, „warm“, „weich“, „glühend“ oder als „grünes Feuer“ beschrieben und maßgeblich durch die Farbe, die Reinheit und den Schliff beeinflusst. Die Qualität des Schliffs ist besonders wichtig: Ein guter Edelsteinschleifer kann die mit bloßem Auge sichtbaren Einschlüsse des Smaragds so platzieren, dass sie die Schönheit des Edelsteins nicht beeinträchtigen. Durch den typischen „Smaragdschliff“ (gleichmäßige Abstände der zueinander stehenden Stufen) kann zudem der Schleifdruck reduziert und die seidige Brillanz des Smaragds betont werden.

Russischer Smaragd

Russischer Smaragd

Smaragd-Varietäten

Ein Synonym für herausragende Qualität ist der Kolumbianische Smaragd, der auf dem Markt sehr gefragt, jedoch kaum erhältlich ist. Er besticht mit einem lebendigen waldgrünen Feuer und einer außergewöhnlichen Reinheit des Kristalls. Der Nova Era-Smaragd stammt aus Nova Evra im brasilianischen Minas Gerais. Als klassische Schönheit in Mittel- bis Tiefgrün ähnelt er dem Kolumbianischen Smaragd. Trapiche-Smaragde sind Kristalle mit feinfaserigen Einschlüssen aus Kohlenstoff, die sich von einem hexagonalen Kern radial ausbreiten, um dann ein sechs-speichiges Muster zu bilden. Das Verblüffende an dem Trapiche-Smaragd ist, dass er von Beginn an in einer hexagonalen Form wächst und nicht erst durch einen Edelsteinschleifer in diese Gestalt gebracht wird. Aus Russland stammt eine weitere wunderschöne Varietät - der Russische Smaragd ist im Vergleich zu anderen Smaragden sehr rein und zeigt einen bläulich-grünlichen Farbton.

AAA Russischer Smaragd

AAA-Russischer Smaragd

Pflege des Smaragds

Der Smaragd kann normal gepflegt werden, Ultraschall- und Dampfreinigung sollte dagegen vermieden werden. Zudem ist es notwendig, regelmäßig zu überprüfen, ob der Edelstein mit Ölen nachbehandelt werden muss.

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