Tansanit Rohedelstein

Name

Der Name „Tansanit“ wurde von der Juwelierfirma Tiffany/New York, genauer gesagt, Henry B. Platt, eingeführt und verweist auf die Herkunft des Edelsteins: Tansania.

Chemische Zusammensetzung des Tansanits

Mineralogisch gesehen ist der Tansanit ein transparenter Zoisit. Die Farben des Tansanits lassen sich auf den Anteil und das Verhältnis von Chrom und Vanadium zurückführen. Tansanit besteht aus einem einzigen Kristall (makrokristallin).

Herkunft

Vereinzelt wurden auch in Pakistan Kristalle des Blauen Zoisits gefunden, doch die einzige kommerziell genutzte Lagerstätte befindet sich in Tansania und hat eine Fläche von nicht mehr als zwanzig Quadratkilometern.

Geschichte des Tansanits

Der Tansanit ist mit der Kultur der Massai verbunden: Einer Legende nach entdeckten zuerst nomadische Massai-Hirten wunderschöne blaue Tansanit-Kristalle, die durch einen Steppenbrand ihr typisches bronzefarbenes Graubraun verloren hatten. Diese Erzählung spielt darauf an, dass die Farben des Tansanits fast immer durch Erhitzen zum Vorschein gebracht werden.

Historisch belegt ist, dass der legendäre schottische Geologe Campbell R. Bridges den Tansanit als Erster dem GIA (Gemmologisches Institut von Amerika) zur Bestimmung vorlegte. Tiffany & Co. – genauer gesagt, Henry B. Platt – prägte den Begriff „Tansanit“ und stellte den Edelstein der Welt vor. Zwar wurde der Krainer Baron Sigismund Zois Freiherr von Edelstein (1747 – 1819), nach dem der „Zoisit“ benannt ist, so um seinen Ruhm gebracht, jedoch war Platt der Meinung, dass der Name „Blauer Zoisit“ zu sehr nach „Blauer Suizid“ klingt und prägte so den Edelsteinnamen durch dessen Herkunft.

Chamaeleon-Tansanit Gruppe
AAA-Tansanit im Ovalschliff

Charakteristika des Tansanits

Der Tansanit ist pleochroitisch bzw. trichroitisch, was bedeutet, dass jeder Tansanit-Kristall drei Farben aufweist: Blau, ein purpurnes Rot und ein grünlich-gelbes Braun (Bronze), wobei die Intensität der einzelnen Farben vom jeweiligen Betrachtungswinkel abhängt. Die Bronzetöne werden durch Erhitzen minimiert, die Blau-, Violett- und Purpurtöne verstärkt. Das Ergebnis ist von den natürlichen Eigenschaften der einzelnen Kristalle abhängig und fällt somit immer unterschiedlich aus. Die seltenste und wertvollste Farbe ist normalerweise ein kräftiges, „saphirartiges“ Blau bei Tageslicht, aber meistens ist die endgültige Farbe eine Kombination der drei trichroitischen Farbtöne, je nachdem, wie stark der Pleochroismus im fertigen Edelstein ausgeprägt ist. Das hängt damit zusammen, dass Tansanite, bei denen der Blauanteil gegenüber Purpur oder Violett dominiert, nicht entlang der Länge, sondern der Breite des Kristalls facettiert werden, um so die Reinheit des blauen Farbtons zu akzentuieren.

Tansanite sind in der Regel augenrein und können selbst bei Vergrößerung eine gute Reinheit aufweisen. Das ist wichtig, denn ein hoher Grad an Transparenz und das Fehlen von Einschlüssen betonen die prächtigen Farben des Tansanits und sind somit Markenzeichen dieses Edelsteins.

Tansanit-Varietäten

Der Tansanit ist vor allem als blauer Edelstein bekannt, tatsächlich gibt es ihn auch in Gelb, Grün, Orange, Pink und als Mehrfarbigen Edelstein, in welchem sich Blau und Grün vermischen.

Pflege des Tansanits

Ein Temperaturschock kann zu Beschädigungen führen, daher sollten Sie den Tansanit keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen! Von einer Reinigung mittels Ultraschall oder Dampf ist abzuraten.

Mehrfarbiger Tansanit

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