alfred grandidier

Name

Grandidierite sind Edelsteine in Lagunen- und tiefem Ozeanblau, die 1902 in Madagaskar entdeckt wurden. Benannt wurden sie nach dem französischen Entdecker und Naturforscher Alfred Grandidier (1836-1921), der die Naturgeschichte Madagaskars studierte.

Chemische Zusammensetzung des Grandidierit

Grandidierit – Magnesium-Eisen-Aluminium-Borosilikat – wurde erstmals an den Andrahomana-Klippen an der Südküste Madagaskars gefunden

Herkunft des Grandidierit

Der erste Fundort des Grandidierits in Andrahomana wurde 1960 von C. Mignot besucht. Seitdem wurde Grandidierit an wenigen anderen Orten in Südmadagaskar abgebaut, doch diese sind inzwischen ebenfalls erschöpft . Eine neue Lagerstätte wurde im Mai 2014 entdeckt, etwa 15 Kilometer vom Dorf Tranomaro entfernt. Das Gebiet liegt im Bezirk Amboasary in der südlichen Region Anosy, 60 Kilometer nordwestlich von Kap Andrahomana.

Außer in Madagaskar gibt es weitere Grandidierit-Lagerstätten in Algerien, der Antarktis, Kanada, Tschechien, Indien, Italien, Malawi, Neuseeland, Norwegen, Sri Lanka, Surinam und den USA. Trotz allem wurden facettierbare Grandidierite, die größer als ein Millimeter waren, nur in Madagaskar und Sri Lanka gefunden.

Geschichte des Grandidierit

Im Alter von 20 Jahren unternahmen Alfred Grandidier und sein Bruder Ernest Grandidier, die aus einer sehr wohlhabenden Familie stammten, eine Weltreise. Sie reisten 1858 und 1859 nach Südamerika. Auf dieser Reise sammelten sie eine beachtliche Anzahl an Gesteinsproben, die durch Ernest 1860 analysiert und bestimmt wurden. Kurz darauf trennten sich die Wege der beiden Brüder. Ernest Grandidier ging nach China und sammelte dort eine Vielzahl von Exemplaren, die heute in den Pariser Museen Louvre und Guimet zu bewundern sind. Alfred jedoch bereiste Indien und Sansibar. Anschließend besuchte er die Insel Réunion und 1865 zum ersten Mal Madagaskar. Hingebungsvoll widmete er sich dem Studium dieser Insel und besuchte sie in den Jahren 1866 und 1868 erneut. Zurück in Frankreich verfasste er sein meistbeachtetes Werk „L’Histoire Physique, Naturelle Et Politique De Madagascar“ (dt. „Die physikalische, natürliche und politische Geschichte Madagaskars“). Dieses Buch entstand in Zusammenarbeit mit anderen Forschern wie Alphonse Milne-Edwards und Leon Vaillant. Durch Grandidiers Schriften wurde die französische Regierung auf Madagaskar aufmerksam und annektierte es 1890.

Charakteristika des Grandidierit

Der Grandidierit zeigt wunderschöne transparente bis transluzente satte grünliche Blautöne und bläuliche Grüntöne, wobei das Blau stärker erscheint, je mehr Eisen der Stein enthält. Grandidierit weist außerdem einen trichoitischen Pleochroismus auf, das heißt er zeigt drei verschiedene Farben abhängig vom Betrachtungswinkel: Dunkelblau-grün, farblos (manchmal sehr helles Gelb) oder dunkelgrün. Die meisten Grandidierite in Edelsteinqualität sind transluzent. Im Cabochonschliff sieht dieser Edelstein sehr attraktiv aus, manche Exemplare erscheinen wie Jade. Jüngste Entdeckungen transparenter Kristalle in der Region Kolonne auf Sri Lanka (2000) und in einer neuen Lagerstätte in Madagaskar (2014) haben zu wunderschönen facettierten Edelsteinen geführt. Selten findet man augenreinen Grandidierite, die in winzigen Mengen facettiert wurden, jedoch sind Einschlüsse das charakteristische Merkmal dieses Edelsteins.

Pflege des Grandidierit

Grandidierite können mit Dampf, jedoch nicht mittels Ultraschall gereinigt werden.

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