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Perlenohrringe

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Das Neueste aus der Welt der Edelsteine

  1. Debby Cavill präsentiert LANCE FISCHER

    28. April 2017

    Lance Fischer Viola Eichler Vom 29. April bis 2. Mai präsentiert uns die britische Designerin Debby Cavill extravagante Schmuckstücke der LANCE FISCHER-Kollektion....
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Programmvorschau - Live-Auktion

12:00Phänomene der Natur
14:30Der Juwelo-Wunschzettel: Ihre gesammelten Wünsche
17:00Die bunte Welt der Edelsteine

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Perlenohrringe

Als ein zart schimmerndes Wunder der Natur faszinieren Perlen die Menschen schon seit Jahrtausenden. Schon im antiken Rom oder dem alten Ägypten gehörten die damals noch extrem selten zu findenden Kostbarkeiten der Natur zu den begehrtesten Edelsteinen der Welt. Dabei unterscheiden sie sich deutlich von anderen Schmucksteinen. Als Frucht der Auster, Mies- und Venusmuschel (oder zusammengefasst: der Mollusken) werden Perlen als organische Edelsteine klassifiziert – eine Gruppe, die alle Edelsteine umfasst, die von lebenden Organismen abstammen oder daraus hergestellt werden. Dennoch ist die Perle unter den Schmucksteinen so etabliert, dass sie der Geburtsstein des Monats Juni ist.

Für die Entstehung einer Perle braucht es auch keine Millionen von Jahren. Tahitiperlen, die begehrteste aller Perlen, wachsen vier bis fünf Jahre und gehören mit einem Durchmesser von meist 8 bis 16 Millimeter bereits zu den größten Perlen. Ihr besonders farbenfroher Orient im Kontrast mit den silbernen, grauen oder schwarzen Grundtönen machen sie auch optisch besonders attraktiv. Typische Edelsteinkriterien wie Schliff oder Reinheit sind bei Perlen deutlich nachrangig, die Herkunft dafür sehr wichtig. Denn Perlen aus verschiedenen Regionen unterscheiden sich in der Qualität und im Preis. Die vier Perlen-Haupttypen sind Akoya-Perlen, Süßwasserzuchtperlen, Südsee-Perlen und Tahiti-Perlen. Abgesehen vom Typ der Perle sind Farbe, Lichtdurchlässigkeit, Orient (Zwischenton), der Lüster, die Oberflächenreinheit und –textur entscheidend. Am augenscheinlichsten sind aber Größe, Form und Symmetrie.

Während perfekt runde Perlen immer noch als die wertvollsten gelten, gibt es Perlen tatsachlich in einer Vielzahl von Formen. Es ist ein häufiges Missverständnis, dass Perlenzucht runde Perlen garantiere. Die meisten Perlen sind nicht rund. Perlen sind entweder kugelförmig (perfekt rund oder fast perfekt rund), symmetrisch (gleichmäßig und ausgewogen oval) oder barock (abstrakt und ungleichmäßig). Letztendlich sollte die persönliche Vorliebe über die „beste“ Form entscheiden – aber geben Sie den Barockperlen eine Chance! Ihre avantgardistische Unregelmäßigkeit betont oft das Künstlerische dieses Edelsteins.

Dank weit fortgeschrittener Zuchttechniken sind Perlen heute günstig zu erwerben und für jeden erschwinglich. Zumindest muss niemand mehr 60.000 Goldstücke für eine einzige Perle bezahlen wie es einst Julius Caesar tat. Der römische Feldherr und Imperator erließ sogar ein Gesetz, dass es den niederen Ständen verbot, Perlen zu tragen. Dass Perlen etwas Majestätisches ausstrahlen, wusste auch Königin Elisabeth I., die man auch die Perlenkönigin nannte. Jene besondere Ausstrahlung, die schon die größten Monarchen fesselte, ist den Perlen bis heute erhalten geblieben. Sie sind dank der Zucht nur nicht mehr so extrem selten zu finden. Natürliche Perlen und Zuchtperlen sind im Wesentlichen das gleiche, beide stammen aus Mollusken, nicht aus dem Labor. Denn auch wenn sie gezüchtet sind, bleiben Perlen doch ein begehrtes Naturprodukt, das, wie bei allen Edelsteinen, nur sehr selten in Perfektion zu finden ist.

Neben der beliebten ein- oder mehrsträngigen Perlenkette werden sie besonders gerne in Ohrringen getragen. Schlicht elegante Ohrstecker, die ganz allein auf die zarte Strahlkraft der Perle selbst setzen, sind wohl die ungeschlagenen Klassiker unter den Perlenohrringen. Doch auch verspieltere und aufwändiger gestaltete Ohrhänger erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn Perlenohrringe sind gleichermaßen alltagstaugliches Accessoire und edler Schmuck für die Abendgarderobe.

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